Chemischer Weidezaun
gegen Insekten




Berliner Tiermediziner haben eine neue Art von Weidezäunen erfunden: einen Zaun gegen Weidefliegen. Dieser Zaun soll vor allem auf Pferdekoppeln zum Einsatz kommen, da der Stich eine Weidefliege (allgemein auch als “Bremse” bekannt) für Roß und Reiter durchaus gefährlich werden kann. Der schmerzhafte Insektenstich ließ schon so manches Pferd durchgehen.

Der neue Weidezaun besteht aus einem feinmaschigen Netz, das mit Insektiziden behandelt ist. Da die Weidefliege kaum höher als 1 Meter über den Boden fliegt, reicht es aus das Netz bis zu dieser Höhe aufzuhängen. Die Insekten verfangen sich darin und werden durch das Insektengift abgetötet.

Inwieweit sich diese Art von Insektenbekämpfung auf andere Insekten – wie beispielsweise Hummeln – auswirkt ist bislang noch nicht bekannt. Entsprechende Studien stehen noch aus, obwohl die Forscher bereits mit der dänischen Firma Vestergaard Frandsen in Verhandlung stehen, die diesen Weidezaun im kommenden Jahr auf den Markt bringen wollen.

Es bleibt jedoch zu befürchten, daß mit dieser Art von Insektenzäunen auch die Hummeln auf der Strecke bleiben werden. Sie fühlen sich zwar nicht von Pferden angezogen, fliegen jedoch auch selten höher als einen Meter von Blüte zu Blüte.

Es bleibt nur zu hoffen, daß sich wenige Hummeln in die Nähe dieser Chemie-Zäune verirren werden, da Pferdeweiden eher durch Blütenarmut gekennzeichnet sind und so für Hummeln weniger interessant sein dürften.


Quellen und weiterführende Links:
www.scienceticker.info
FU-Berlin

20.07.2006


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