Warum Hummeln fliegen können


10.06.2008



“Die Hummel hat 0,7 cm² Flügelfläche und wiegt 1,2 Gramm. Nach den Gesetzen der Aerodynamik ist es unmöglich, bei diesem Verhältnis zu fliegen.
Die Hummel weiß das nicht und fliegt einfach.”


Dieser verbreitete Spruch beschreibt ein Rätsel, vor dem Wissenschaftler noch bis vor kurzer Zeit standen. Sie konnten nicht erklären, wie eine Hummel mit ihren verhältnismäßig kleinen Flügeln fliegen kann.

Erst Dr. Charlie Ellington, Biomechaniker der Universität Cambridge, löste dieses Rätsel: die Aerodynamiker hatten nämlich eines übersehen: anders als bei Flugzeugen sind die Flügel von Insekten nicht starr sondern schlagen durch die Luft! Dadurch erzeugen sie ihren Auftrieb auf ganz andere Weise als unsere Flugzeuge.

Bei Flugzeugen entstehen an den Tragflächen Wirbel, die nach hinten weg strömen. Auch die Flügel der Insekten erzeugen kleine Luftwirbel. Da sich der Insektenflügel jedoch nach unten bewegt (und zwar an der Spitze schneller als am Rumpf) entsteht an der Spitze des Flügels ein Unterdruck. Dieser Unterdruck zieht den Wirbel nun am Flügel entlang, so daß er die ganze Länge des Flügels entlang streift und nicht wie beim starren Flügel eines Flugzeuges sofort nach hinten wegzieht.

Dieser Wirbel verschafft dem Flügel des Insekts zusätzlichen —bisher nicht berücksichtigten— Auftrieb. Das ist der Trick der Hummel beim fliegen…

Das Thema Fliegen war auch bereits Gegenstand der hervorragend gemachten Sendereihe des WDR “ Quarks & Co” mit Ranga Yogeshwar. Auch das Thema “Hummel” wurde hier angesprochen. Leider kann man den Film auf der Webseite des WDR nicht mehr ansehen. Aber folgender Ausschnitt ist über YouTube.com noch verfügbar:







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